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Privatpraxis für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde I Allergologie

Otoakustische Emissionen (= OAE)

Der Schall wird nach der Überleitug zum Innenohr von den akustischen Sinneszellen, die sich in der Schnecke (= Cochlea) befinden, registriert. Die Sinneszellen werden auch Haarzellen genannt. Man Unterscheidet die äußeren von den inneren Haarzellen.

Bei den spontanen Otoakustischen Emissionen handelt es sich um Schallaussendungen in den äußeren Gehörgang, d. h. vom Innenohr in den äußeren Gehörgang und Ohrmuschel, durch die äußeren Haarzellen. Die Ursache für diese spontanen Otoakustischen Emissionen sind wahrscheinlich die Mobilität und Eigenfrequenz der äußeren Haarzellen. Die spontanen Otoakustischen Emissionen treten beim Normalhörenden nur bei 44% der Menschen auf. Das stellt den Normalfall dar.

Mit der OAE wird die Funktion der äußeren Haarzellen überprüft. Dadurch kann eine Aussage bezüglich der Lokalisation einer Hörminderung getroffen werden. Wenn die otoakustischen Emissionen nicht registrierbar sind, dann liegt wahrscheinlich die Ursache der Hörminderung im Innenohr. Bei der Untersuchung wird der äußere Gehörgang abgedichtet. Es wird ein sehr sensibles Mikrophon in den äußeren Gehörgang gebracht. Danach wird ein akustischer Reiz in den den Gehörgang gesendet. Bei einem intakten Mittelohr wird dann der Schall zum Innenohr weitergeleitet und dort von den Haarzellen empfangen. Als Voraussetzung für die Untersuchung gilt eine intakte Funktion des Mittelohres. Nach den Gesetzen der Physik wird ein Teil des im Innenohr angekommenen Schalls wieder über das Mittelohr in den äußeren Gehörgang abgestrahlt. Der so Abgestrahlte Schall wird mit einem sehr empfindlichen Mikrophon, das zuvor Luftdicht im äußeren Gehörgang angebracht wurde, aufgenommen. Diese evozierten otoakustischen Emissionen werden dann als Antwort der äußeren Haarzellen auf akustische Reize registriert und gemessen. Sind die so gewonnenen Daten und Kurven im Normbereich, dann liegt die Ursache der Schwerhörigkeit nicht im Innenohr.

Der große Vorteil dieser Methode liegt in der geringen Zeitaufwand und dem schnellen Meßvorgang.