logo02

Privatpraxis für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde I Allergologie

Hirnstammaudiometrie (= Brainstem Evoked Response Audiometry = BERA)

Mit der BERA werden die frühen akustisch evozierten Potentiale bei einer Reizerregungslatenz von 0 - 10 ms gemessen.

Diese Untersuchung gibt Auskunft über mögliche Ursachen einer Schädigung im distalen Bereich des Hör- und Gleichgewichtsnervs, d. h. vom Innenohr bis zum Hirnsatmm wieder. Für die Untersuchung braucht man je nach Gegebenheiten ca. 20 - 60 Minuten Zeit.

Die Untersuchung sollte in einem schallgeschützten und elektrischabgeschirmten Raum durchgeführt werden. Der Patient soll ruhig und entspannt sein, und sich am Besten auf einer Untersuchungsliege hinlegen können. Bei der Untersuchung werden nach der Reinigung und Entfettung der Haut je nach Gerät 3 bis 4 Elektroden auf die Stirn, Scheitel und Warzenfortsätze beidseitig angeklebt. Über diese Elektroden werden die Hirnpotentiale abgeleitet. Dann wird über einen Kopfhörer in der Regel einen Klickreiz ausgelöst. Anschließend werden die elektrischen Potentiale über die angeklebten Elektroden abgeleitet und computergesteuert in Form von Kurven dargestellt. Nach der Auswertung, die sehr sorgfältig und daher zeitaufwendig ist, werden die Befunde ausgedruckt.

Die so gewonnenen Hirnstammpotentiale erlauben eine Differenzierung einer Schalleitungsstörung und Innenohrschädigung, Schädigung der akustischen Bahn und geben Hinweise auf den Ort und Ausmaß einer Schädigung.

Die Untersuchung ist unabhängig von Medikamenten und Wachzustand. Die Untersuchung kann so auch im Schlaf oder bei intubierten Patienten durchgeführt werden. Die Untersuchung kann bei Erwachsenen, Kindern und Neugeborenen durchgeführt werden.